Flaschengarten Anleitung: Wie funktioniert ein Flaschengarten?

Flaschengarten Anleitung: Wie funktioniert ein Flaschengarten?
Das Anlegen eines Flaschengartens ist nicht kompliziert, mit einer Flaschengarten Anleitung und dem passenden Equipment ist dein Traumgarten schnell zusammen gestellt. Das Schwierige an einem Flaschengarten ist die passenden Ausrüstung und das richtige Mengenverhältnis zu finden. Dabei wollen wir dir helfen. Wir liefern das richtige Equipment, womit du direkt deinen Wunschgarten, unter unserer Flaschengarten Anleitung, zusammenstellen kannst.

Wie ist der Flaschengarten aufgebaut?

Am Anfang säubern wir das Glas von unseren Flaschengärten einmal gründlich, mit kochendem Wasser, damit alle Keime abgetötet werden, die später ein Problem werden könnten. Danach trocknen wir es ab, denn so lässt es sich sauberer im Glas arbeiten.

Da nun das Glas sauber ist, kann die erste Schicht aufgetragen werden, welche in diesem Fall die Drainage ist. Die Drainage – Schicht fungiert mit der folgenden Kohleschicht, die aus kleinen Kohlestückchen besteht, als natürliches Filtersystem für dein Flaschengarten. Auf dieser Basis wird unsere speziell angemischte Erdschicht gelegt, worin deine Pflanzen einpflanzt werden und worauf du mit den mitgelieferten Steinen nach Herzenslust dekorieren kannst. 

 

So funktioniert der Sauerstoff – Kreislauf: Eine Flaschengarten Anleitung

Der Grundgedanke beim Sauerstoff – Kreislauf ist die Umwandlung von Kohlenstoffdioxid (CO2) zu Sauerstoff, dafür braucht es die Pflanzen und ihre Photosynthese. Um solch einen Kreislauf besser zu verstehen spalten wir diesen einmal auf, erklären ihn und wenden ihn auf unsere Flaschengärten an.

Grundsätzlich wird zwischen drei Grundtypen des Lebens unterschieden: die Produzenten (Pflanzen), die Konsumenten (Menschen und Tiere) und die Destruenten (Boden- und Mikroorganismen).

In unserer Atmosphäre befinden sich verschiedene Stoffe, wie Stickstoff, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid, welche von den Konsumenten und Destruenten konsumiert werden. Sie benötigen am meisten den Sauerstoff, diesen nehmen sie auf und stoßen Kohlenstoffdioxid aus (Atmung). Bei den Produzenten ist das Prinzip genau umgekehrt, dort wird das CO2 aufgenommen und Sauerstoff ausgestoßen. Dies geschieht durch die Photosynthese der Pflanzen, wofür CO2, Wasser und Licht benötigt wird. Nach der Photosynthese wird der Sauerstoff der Umwelt zur Verfügung gestellt und der Kreislauf beginnt erneut.

In unseren Flaschengärten geschieht dieser Kreislauf, wie oben erklärt. Der einzige Unterschied ist, dass es keine Konsumenten im Glas gibt, außer die Bodenorganismen. Nun stellt sich die Frage, wer produziert nun CO2 für die Photosynthese? Was viele nicht wissen: Tagsüber produzieren die Pflanzen Sauerstoff, bei Nacht wird etwas von dem Sauerstoff verbraucht. Dies ist auch der Grund, warum im Schlafzimmer nicht zu viele Pflanzen stehen sollten. Da eine hohe Luftfeuchtigkeit in unseren Gläsern vorhanden ist, steht der Pflanze auch genügend Wasser zur Verfügung, damit die Photosynthese optimal ablaufen kann.

 

Wieso muss der Flaschengarten so selten gegossen werden?

Unsere Flaschengarten Pflanzen benötigen, wie alle Pflanzen eine ausreichende Bewässerung zum Leben, jedoch bedeutet dies nicht, dass sie oft gegossen werden müssen.

Wenn du deine Flaschengarten Pflanzen gegossen hast, dann reicht das für ca. 3-4 Monate oder länger aus, da sich die Flaschengarten Pflanzen ihr Wasser dauerhaft selbst zur Verfügung stellen. Das gegossene Wasser verdunstet im Glas, wodurch eine hohe Luftfeuchtigkeit in dem Glas entsteht und so die Erde befeuchtet wird. Nachdem die Flaschengarten Pflanzen das Wasser aufgenommen und für die Photosynthese verwendet haben, transpiriert Wasser über die Blätter und es entsteht Kondenswasser im Inneren des Glases. Dieses Kondenswasser bleibt im Glas und befeuchtet die Erde, womit den Flaschengarten Pflanzen wieder Wasser zur Verfügung stehen.

Da wir für unsere Flaschengärten einen Naturkork-Verschluss verwenden bleibt das Wasser nicht vollständig im Glas, sondern kann auch etwas entweichen, daher musst du deine Flaschengarten Pflanzen ca. drei bis vier mal im Jahr gießen anstatt einmal. 

 

Flaschengarten vs. Hermetosphäre

Der Flaschengarten ist ein Biotop und grundsätzlich ähnlich aufgebaut, wie eine Hermetosphäre. Unsere Gärten sind jedoch nicht vollständig geschlossen, aufgrund des Naturkork-Verschlusses.

Der große Vorteil am Flaschengarten ist es, dass du deine Pflanzen immer gut sehen kannst, da nicht nur Stoffe wie Sauerstoff oder Kohlenstoffdioxid entweichen können, sondern auch ein wenig Kondenswasser, der dazu führt, dass das Glas von Innen dauerhaft beschlägt. In einem Glas mit Pflanze, jedoch ohne Verschluss würden alle wichtigen Stoffe in großen Mengen entweichen, als stünden deine Pflanzen im Freien. Dabei würde auch die hohe Luftfeuchtigkeit verloren gehen, die für die Pflanzen essenziell ist. Das Risiko des Ablebens deiner Pflanzen steigt um ein vielfaches.

Die Hermetosphäre ist im Gegensatz zum Flaschengarten ein geschlossenes System, dass sich komplett selbst reguliert. Es findet kein Stoffaustausch mit der Außenwelt statt, sondern die Pflanzen sind komplett sich selbst überlassen. Die Pflanzen bleiben dabei meistens verborgen, da die Innenseiten des Glases beschlägt und damit der Blick auf die Pflanzen teilweise verwehrt wird. Die Pflanzen müssen dafür nicht gegossen werden, da die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist und die Wassertropfen an der Innenseite des Glases, die Erde wieder befeuchten.

Für beide Varianten gibt es Vor-und Nachteile. Unsere Flaschengärten wachsen sehr langsam, aufgrund dessen behalten sie ihre elegante und idyllische Form. Bei der Hermetosphäre musst du max. 1x im Jahr gießen.. Allerdings wirst du die Pflanzen im Glas nicht so klar sehen können, da die Innenwand dauerhaft beschlägt. Zudem wachsen die Pflanzen in diesem Terrarium schneller durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit. Es ist jedoch dir überlassen ob die deine Pflanzen schneiden möchtest. Du kannst sie in beiden Fällen einfach wuchern lassen.

In Hermetosphären sind außerdem die Krabbeltiere „Springschwänze“ gern gesehen. Diese zersetzen alle überflüssigen, abgestorbenen Pflanzenreste und halten das Terrarium sauber. Unsere Flaschengärten funktionieren jedoch ganz ohne Tiere.

Ein weiterer Vorteil an einem Flaschengarten ist der Einsatz von Bonsai-Bäumen. In einer Hermetosphäre herrscht eine so hohe Luftfeuchtigkeit, dass diese Bäume es sehr wahrscheinlich nicht überleben.

Die Geschmäcker sind sehr unterschiedlich, letztendlich ist es wichtig, dass du Freude am Erstellen deines Biotops hast und es für sehr lange bestaunen kannst.

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