Pflegetipps rund um deinen Flaschengarten

Ein Terrarium oder auch Flaschengarten, ist ein abgeschlossenes natürliches System umgeben von Glas.
Darin können nicht nur ausgewählte tropische Pflanzen wachsen,
sondern auch solche, die schwer bei unseren Temperatur-, Feuchtigkeits- und Lichtverhältnissen wachsen können.
Hier findest du alle nützlichen Tipps, die du für die Erhaltung deines eigenen Biotops benötigst.

Das Licht - Essentiell für die Photosynthese

Die Pflanzen in deinem Flaschengarten benötigt Licht. Ohne dieses können sie keine Photosynthese betreiben und gehen nach kurzer Zeit schnell ein. 

Aber was bedeutet genug Licht? 

Wenn du einen Platz nah am Fenster hast, kannst du dieses gerne nutzen. Sollte dein Flaschengarten 2-3 Meter von einer natürlichen Lichtquelle entfernt stehen, benötigst du eine Pflanzenlampe, um die Photosynthese anzuregen. 

Vermeide unbedingt direktes Sonneneinstrahlung von Frühling - Herbst. Hier sind die Strahlen zu stark und wärmen dein Glas zu sehr auf.

Es gibt nicht den einen perfekten Standort für dein Biotop. Jede Zusammensetzung ist einzigartig und unterschiedlich in ihrer Reaktion auf das Umfeld. Hier kannst du nur beobachten und reagieren.

Eine Hilfe für einen guten Standort liefert dir unser Terrarium Light Guide 

Bewässerung - nur nach Bedarf

Dank der oben erklärten Funktion eines Flaschengartens, benötigt viel weniger Wasser als herkömmliche Zimmerpflanzen. 

In der Regel gilt: 3-4x im Jahr gießen genügt. 

Wann dein Flaschengarten Wasser benötigt, kannst du über die Erde sehen und auch fühlen. Wenn die obere Fläche schon sehr brüchig und trocken aussieht, kannst du einmal vorsichtig die Erde berühren und fühlen ob sie sich besonders trocken anfühlt. 

Sollte das der Fall sein, gieße mit etwas Wasser deinen Flaschengarten. Es reicht, wenn die obere Schicht der Erde angenässt ist. Im Idealfall sprühst du das Wasser und kippst es nicht in einem "Schwall" in dein Biotop. 

Du kannst Regenwasser oder entkalktes Wasser nutzen. Auch das Wasser aus einer gekauften stillen Wasserflasche ist ausreichend. 

Im Sommer (durch die Sonnenhitze) oder im Winter (durch die Heizungsluft) kann es sein, dass dein Biotop mehr Wasser benötigt. Das ist individuell vom Standort abhängig.

Für mehr Hilfe zur Bewässerung nutze auch unseren Terrarium Watering Guide

Kondensation - Vorsicht vor Schimmel

Die Kondensation in deinem Flaschengarten ist, neben der Photosynthese, eines der wichtigsten Abläufe. 

Hier musst du erst unterscheiden, habe ich eine Hermetosphäre (also ein komplett geschlossenen Flaschengarten) oder einen Flaschengarten mit Naturkork-Deckel. 

Wenn du deinen Flaschengarten erstellt hast und dieser das erste Mal gegossen wurde, beginnen die Pflanzen sofort mit der Erstellung des autarken Klimas. Dadurch kann es sehr gut sein, dass in den ersten 7-10 Tagen dein Flaschengarten viel Kondenswasser am Glas anhäuft. Das ist ein normaler Prozess, dass gleiche gilt bei einer Veränderung des Standortes. Hier muss sich das Biotop auch erst an neue Eindrücke gewöhnen und es kann sich in den ersten 7-10 Tagen Kondenswasser bilden. 

Wenn sich nach diesen Tagen sehr viel Kondenswasser rundherum in deinem Glas bildet, zeigt dir der Flaschengarten, dass ihm der gewählte Standort nicht zusagt und durch eine dauerhafte hohe Feuchtigkeit im Glas, können dir deine Pflanzen wegsterben (Vergeilung) und sich Schimmel auf dem Boden bilden.
Wenn dies der Fall ist, öffne den Deckel für 2-3 Stunden und entferne mit einem Tuch die Feuchtigkeit am Glasrand. 

Suche dir dann einen neuen Standort  und beobachte die Kondenswasserbildung nach 2 Wochen. 

Eine hohe Kondenswasserbildung bei einer Hermetosphäre ist normal. Da es sich um ein komplett geschlossenes System handelt, ist die Luftfeuchtigkeit gesteigert. Damit sich kein Schimmel an dem speziellen Boden entwickelt, leben in den Hermetosphären kleine Springschwänze.

Schneiden - von Zeit zu Zeit 

Keine Angst vor der Schere und dem Schneiden in deinem Flaschengarten. 

Wenn Pflanzen zu schnell wachsen und extrem gegen das Glas oder den Deckel drücken, können diese leicht zurück geschnitten werden. 

Hierbei gilt es, nicht bis zum unteren Ansatz alles radikal zu kürzen. 

Wenn du deine Pflanzen geschnitten hast,  dann empfiehlt es sich, dass Biotop für 3 Stunden offen zu lassen. So können die "Wunden" besser verheilen. 

Idealerweise timest du das schneiden der Pflanzen mit einem gesamten Pflegetag. So kannst du nach dem Schneiden auch wässern und z.b. das Glas von innen mit einem sauberen Tuch auswischen. 

Frisch geschnittene Blätter unter das Moos zu legen, ist übrigens ein super Nährstoff für den Boden. 

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